Schloss eingefroren
Ein zugefrorenes Türschloss gehört zu den lästigsten Überraschungen des Winters. Dabei lässt sich das Problem mit ein wenig Vorbereitung im Herbst meist zuverlässig vermeiden, statt erst im Ernstfall reagieren zu müssen.
Sinkende Temperaturen und feuchte Witterung sorgen im Winter regelmäßig dafür, dass Feuchtigkeit in den Schließzylinder eindringt und dort gefriert. Wer diesem Ärgernis vorbeugen möchte, sollte bereits im Herbst aktiv werden, statt erst zu handeln, wenn der Schlüssel morgens nicht mehr dreht. Vorbeugung ist in aller Regel unaufwendig, kostet kaum Zeit und lässt sich in wenigen Minuten erledigen, wenn man die Reihenfolge der Tage vor dem ersten Frost im Blick behält.
Besonders betroffen sind Schlösser, die Wind und Wetter direkt ausgesetzt sind, etwa an Haustüren ohne schützendes Vordach, an Gartentoren oder an Nebeneingängen zum Hof. Dort wechseln Feuchtigkeit und Kälte oft im Tagesverlauf, sodass sich im Zylinder kleine Wassermengen sammeln können, die nachts gefrieren. Wer weiß, welche Türen im eigenen Haushalt zu dieser Kategorie zählen, kann die Vorsorge gezielt auf diese Stellen konzentrieren, statt überall gleich viel Aufwand zu betreiben.
Pflege vor der kalten Jahreszeit
Ein bewährtes Mittel ist Graphit- oder Silikonspray, das direkt in den Zylinder gesprüht wird. Es verdrängt Feuchtigkeit und bildet einen dünnen Schutzfilm, ohne Staub und Schmutz anzuziehen, wie es bei normalem Öl häufig der Fall ist. Herkömmliches Öl kann sogar das Gegenteil bewirken, da es im Lauf der Zeit verharzt und feine Schmutzpartikel bindet, die den Mechanismus zusätzlich schwergängig machen. Wann genau eine Pflege sinnvoll ist und worauf beim Ölen konkret zu achten ist, erklären wir ausführlich im Beitrag Herbst: Schlösser warten. Idealerweise wird diese Pflege einmal jährlich vor dem ersten Frost durchgeführt und bei stark beanspruchten Schlössern auch im Winter gelegentlich wiederholt.
Bei außenliegenden Schlössern, etwa an Gartentoren, Garagen oder Nebeneingängen, hilft zusätzlich eine einfache mechanische Abdeckung. Schon ein kleines Klebeschild oder eine Schutzkappe über dem Schlüsselloch verhindert, dass Regenwasser direkt in den Zylinder läuft und dort bei Frost zu Eis wird. Solche Abdeckungen sind günstig erhältlich, in Baumärkten und Fachgeschäften zu finden und lassen sich ohne Werkzeug in wenigen Minuten anbringen. Wer keine passende Abdeckung findet, kann behelfsweise auch ein Stück Klebeband über dem Schlüsselloch anbringen und dieses vor Gebrauch entfernen.
Wer trotz aller Vorsorge unterwegs vor einem eingefrorenen Schloss steht, sollte ein kleines Enteiserspray griffbereit haben, etwa im Auto oder in der Handtasche. So lässt sich die Situation meist ohne fremde Hilfe lösen. Welche Hausmittel tatsächlich helfen und wovon eher abzuraten ist, lesen Sie im Ratgeber Schloss enteisen – Hausmittel oder Enteiserspray?. Ist das Schloss bereits zugefroren und lässt sich nicht mehr öffnen, finden Sie die passenden Sofortmaßnahmen im Beitrag Schloss eingefroren – So bekommen Sie es wieder auf.
Bleibt das Schloss trotz aller Versuche blockiert oder besteht der Verdacht auf einen beschädigten Zylinder, sollte kein Gewalteinsatz erfolgen, da dieser den Schaden meist vergrößert. In solchen Fällen vermitteln wir Ihnen unter 01516 - 108 16 61 unkompliziert einen Kooperationspartner vor Ort, der sich die Situation vor Ort ansieht.
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